Der dichte Spielpan der neuen, zweigleisigen Kreisliga B lässt kaum Luft zum atmen: Nachdem man am Freitag gespielt hatte, musste die SG DaSch am Sonntag gleich wieder ran. Für Profis undenkbar, in der Kreisliga natürlich kein Problem.

Halilic vertrat den urlaubenden Trainer Wassong und baute wieder um auf eine Dreierkette mit Seeger als Abwehrchef. Die Defensive, soviel vorab, machte einen guten und konzentrierten Job. Vorne waren Gobelius und Godknecht die beiden Spitzen, Kastenholz kam auf der linken Seite neu in die Mannschaft.

Die SG begann wieder sehr konzentriert, kam gut in die Zweikämpfe und ließ gegen einen erwartet kampfstarken Gegner keinen Meter Raum nach. Im Laufe der Spielzeit ergaben sich auch erste Gelegenheiten, insbesondere der junge Florian Gobelius machte vorne viel Dampf und stellte die Abwehr der Gastgeber immer wieder vor Probleme. Vor dem Tor ließ die SG jedoch, wie schon zwei Tage zuvor, oft die nötige Entschlossenheit und Genauigkeit vermissen. Dennoch besaßen Mertens, Michael Recher und Gobelius gute Torgelegenheiten. Die beste Chance der Gäste vergab Gobelius, der nach einer klasse-Einzelleistung nur Zentimeter am Tor vorbei zielte. Auf der Gegenseite hatte zwar auch Strempt durchaus Spielanteile und gefährliche Aktionen, wirkliche Gefahr ergab sich jedoch nur durch Standardsituationen. 

Nach einer halben Stunde musste Enrico Godknecht verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam Kolf ins defensive Mittelfeld, Halilic rückte in die Spitze. 

Am Spiel änderte sich dadurch nicht. Die 1:0-Führung war somit verdient: Thomas Mertens traf per Freistoß aus gut 20 Metern zum 1:0, der Torwart der Strempter machte dabei keine glückliche Figur (35.).

Zur zweiten Halbzeit kam Dennis Otto für Thorsten Kastenholz in die Partie. Strempt machte sofort viel Dampf, kam zu einigen gefährlichen Standards. Eine davon führte, jedoch nach äußerst zweifelhaftem Pfiff des Schiedsrichters, zum Ausgleich: Andi Recher hatte angeblich den gegnerischen Spieler gefoult, dem ging jedoch ein klares und faires Tackling gegen den Ball voraus. Am Freistoß war für Diefenbach nichts zu halten, er passte genau im linken oberen Torwinkel (55.).

In der Folge überließen die Gastgeber, die auch an schwindenden Kräften zu leiden schienen, der SG DaSch mehr und mehr das Mittelfeld und das Spiel. Angriff auf Angriff rollte auf das Strempter Tor zu, das selten aus der Beschusslinie kam. Jedoch ergaben sich, trotz des großen Übergewichts, nur wenige klare Chancen. Die robuste Abwehr der Strempter machte das Zentrum dicht und klärte vielfach. Dennoch gab es Gelegenheiten für drei bis vier sichere Tore, aber letzte Pässen kamen nicht an, Schüsse waren zu ungenau oder harmlos oder der Torwarte war auf der Hut. Zu erwähnen ist ein Schuss von Markus Schramm, den der gegnerische Torwart noch gerade so entschärfen konnte, ein abgefälschte Schuss von Recher, der wohl gepasst hätte, und viele Situationen, in denen der Pass von der Grundlinie nicht beim Mitspieler ankam.

In der Schlussviertelstunde hatten die Gastgeber dann sogar noch Gelegenheit, ein Tor zu erzielen, doch vergaben auch sie zwei hervorragende Gelegenheiten kläglich. So blieb es beim 1:1-Unentschieden, für die Gäste nach diesem Spielverlauf viel zu wenig.

Fazit: Gegen einen spielerisch schwachen Gegner ist der Punktgewinn definitiv zu wenig. Wieder mangelte es ein wenig an Kreativität und Inspiration, Kampf und Einsatzwille stimmte jedoch. Zumindest das unterscheidet das Auftreten in den ersten Spielen von denen des letzten Jahres. Ein Sieg wäre alles in allem mehr als verdient gewesen. Dennoch, ohne Dreier kann sich die SG DaSch nicht aus dem Tabellenkeller befreien. Gelegenheit dazu gibt es am kommenden Sonntag gegen die SG Bronsfeld-Oberhausen.

Aufstellung: M. Diefenbach; A. Recher, A. Seeger, D. Haep; T. Kastenholz (ab 46. D. Otto), M. Schramm, M. Halilic, T. Mertens (ab 75. M. Kastenholz); M. Recher; E. Godknecht (ab 30 T. Kolf), F. Gobelius

   
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