Gegen Bronsfeld-Oberhausen konnte Coach Jörg Wassong erstmals in dieser Saison wieder einigermaßen aus dem Vollen schöpfen, einzig Johannes Schmitz fehlt weiterhin verletzt. Dominik Poth war erstmals in dieser Saison wieder dabei, dazu kam der Studienfahrtler Michael Müller, der bislang nur beim ersten Spiel mitwirkte. Beim Aufwärmen allerdings signalisierte Enrico (ehemals) "Goalgod" Godknecht, dass er aufgrund  einer im letzten Spiel zugezogenen Fußverletzung nicht spielen konnte. Für ihn begann Michael Müller in der Sturmspitze.

Das Spiel der Hausherren nahm sofort Fahrt auf, Bronsfeld wurde von der ersten Minute an bereits tief in der eigenen Hälfte attackiert. Da die SG DaSch nach ein paar Minuten auch spielerisch Fuß fasste und den Ball sicher in den eigenen Reihen laufen ließ, gab es zwangsweise erste Einschussgelegeneheiten. Michael Recher's Schuss aus gut 20 Metern zwang den Gästekeeper bereits nach 5 Minuten zu einer Glanzparade.

Viel ging in der Folgezeit vor allem über die linke Seite von Michael Kastenholz und Florian Gobelius, die die Abwehr der Gäste immer wieder vor größere Probleme stellten. Dennoch, selbst beste Chancen konnten, wie schon in den Vorwochen, nicht genutzt werden. Gobelius zielte zwei mal knapp vorbei, Müller traf aus kurzer Distanz nur die Latte, und einen Freistoß von Thomas Mertens fischte der starke Gästekeeper so eben noch aus dem Winkel. In der Schlussviertelstunde ließ der Druck der Gastgeber ein wenig nach, die fällige Führung fehlte allerdings noch immer. Bronsfeld war noch nicht einmal gefährlich vor dem Tor aufgetaucht. Dennoch, mit einem 0:0 Unentschieden ging es in die Kabine. Sollte sich schon Resignation zeigen?

Aber Coach Wassong fand scheinbar die richtigen Worte, denn die zur Halbzeit verletzungsbedingt personell einmal veränderten Hausherren (Dennis Otto für Daniel Haep) machten nun wieder viel Druck. Nachdem wieder beste Chancen vergeben wurden (Halilic, Gobelius, Recher) erzielte Michael Müller nach einer knappen Stunde endlich das erlösende 1:0: Gobelius ließ am Flügel zwei Gegenspieler aussteigen und spielte klug zurück auf Müller, der sicher zum längst überfälligen Führungstreffer einnetzte.

Am Bild änderte sich in der Folgezeit dennoch nichts: Die SG DaSch drückte, die Gäste verteidigten nach (nachlassenden) Kräften. Weitere Gelegenheiten, die das Ergebnis durchaus zweistellig hätten werden lassen können, wurden teils kläglich vergeben. Doch Bronsfeld strahlte seinerseits kaum Torgefahr aus, so dass sich diese Abschlussschwäche nicht negativ auswirken sollte. Eine gute Kontergelegenheit mit 2 gegen 1-Situation konnten die Gäste nicht nutzen, der quasi unbeschäftigte Diefenbach war auf der Hut.

Immerhin das 2:0 sollte noch fallen: Nach einem von Michael Recher geschlagenen "überragenden Flügelwechsel" (Zitat Michael Recher) landete der Ball bei Tobias Kolf, der auf Whiskey-Cola-Otto ablegte. Dieser hämmerte den Ball aus 17 Metern mit der Picke trocken in den Winkel - ein Ausrufezeichen des kleinen Mannes (75.).

In der Folgezeit, die Wiederholung sei entschuldigt, änderte sich das Bild nicht: Die Hausherren vergaben gute Möglichkeiten oder spielten jene nicht gut zu Ende, wobei Bronsfeld mittlerweile auch ein paar mal den Ball in den eigenen Reihen hielt. Eine gute Chance für die Bronsfelder jedoch ergab sich nur mit dem Schlusspfiff, als nach einem Einwurf (!!!) ein gegnerischer Spieler völlig frei vor Diefenbach auftauchte, aber kläglich vergab. Die letzte Szene eines einseitigen Spiels.

Fazit: Ein überzeugender Sieg, der jedoch die eklatante Abschlussschwäche im vierten Spiel der Saison ein drittes Mal offenbar werden ließ. Dennoch, spielerisch eine gute Leistung, die Mannschaft zeigte erstmals ihr vorhandenes Potential, und auch die Defensive überzeugte mit einer konzentrierten, entschlossenen und zweikampfstarken Leistung über 93 Minuten. Unser Dank geht an Frank Lambertz, der für den nicht erschienenen Schiedsrichter die Spielleitung übernahm und dies hervorragend und objektiv tat.

Aufstellung: M. Diefenbach; D. Haep (ab 46. D. Otto), A. Recher, A. Seeger, M. Kastenholz; T. Mertens (ab 70. T. Kolf), M. Schramm, M. Halilic, F. Gobelius; M. Recher; M. Müller (ab 65. D. Poth)

   
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