Die personell angespannte Situation spitzte sich im Mittwochsspiel bei Golbach weiter zu, so dass mit Trainer Jörg Wassong, der sich nochmal die Schuhe schnürte, dem A-Jugendlichen Thomas Schmitz, der dankenswerterweise ausgeholfen hat und dem einen oder anderen angeschlagenen Spieler gerade mal 13 Leute spielbereit waren. Wassong war wieder einmal zum Improvisieren gezwungen und stellte Thorsten Kastenholz als hängende Spitze und seinen Bruder Michael Kastenholz auf dem linken Flügel auf.

Golbach, gespickt mit ehemals höherklassigen Akteuren und spielerisch eine der stärkeren Mannschaften der Liga, kontrollierte zu Beginn das Spiel und hatte mehr Ballbesitz. Eine erste Riesenchance vergab Andreas Malsbenden nach wenigen Minuten, als er eine Flanke aus kurzer Distanz nicht im Tor unterbringen konnte.

Die SG wirkte nicht wach, blieb den Zweikämpfen fern und war zu jeder Zeit einen Schritt zu spät. Man bettelte um den Rückstand, und Golbach hatte nach 20 Minuten ein Einsehen: Nach einem Fehlpass in der Vorwärtsbewegung reichte ein kluger Pass und es stand 1:0.

In der Folgezeit blieb Golbach bestimmend, die Gäste fanden einfach nicht ins Spiel und fabrizierten Fehlpässe, Stoppfehler und Unzulänglichkeiten im Sekundentakt. Logische Folge war das 2:0, ebenfalls nach einem Konter.

Dann eine leichte Druckphase der Gäste, die jedoch nicht mit einem Tor belohnt wurde. Dominik Poth hätte das Spiel dabei alleine drehen können: Nach einem schönen Freistoß von Thomas Mertens an die Latte versagten ihm aus 5 Metern die Nerven, den herabprallenden Ball setzte er freistehend über das Tor. Wenige Minuten später schickte ihn Michael Recher nach einem schönen Spielzug auf die Reise, doch der Torwart konnte den Schuss im Duell 1 gegen 1 parieren. Nach einem Freistoß und dem dritten Konter erzielten die effektiven Gäste dann das 3:0.

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist schnell erzählt: Ein Kopfball von Poth wurde auf der Linie geklärt, das letzte Lebenszeichen der Gäste in diesem Spiel (50.). In der Folgezeit hieß es Zack-Bumm-Tor für Golbach, und zwar fast im Minutentakt. Ohne jegliche Gegenwehr, ohne es wenigstens halbwegs nach Gegenwehr aussehen zu lassen, ließ sich die SG von den Hausherren völlig auseinandernehmen. Eine Katastrophe bahnte sich ihren Weg, begünstigt von 15 Metern Sicherheitsabstand um den Gegner. Am Ende war es zweistellig - 10:0 für Golbach. Ende, aus die Maus.

Fazit: Ohne Worte. Alle Note 6.

Aufstellung: M. Diefenbach; T. Mertens, A. Recher, M. Halilic, D. Otto; T. Kolf (ab 55. T. Schmitz), M. Schramm, M. Kastenholz; M. Recher, T. Kastenholz (ab 46. J. Wassong); D. Poth

   
© SG Dahlem Schmidtheim 1970 e.V.