Bei Schöneseiffen erwartete man eine Mannschaft auf Augenhöhe. Wieder fehlten viele wichtige Spieler verletzt oder verhindert (Müller, Godknecht, Gobelius) erfreulicherweise standen jedoch der Langzeitverletzte Johannes Schmitz sowie Alexander Seeger wieder im Kader. Mit Julio Pauli begann ein A-Jugendlicher auf der linken Seite.

Es entwickelte sich von Beginn an ein offener Schlagabtausch, in dem zunächst die Gäste mehr um Spielkontrolle bemüht waren. Der erste lange Ball der Schöneseiffener in die Schnittstelle der Viererkette führte jedoch gleich zur Führung: Der Stürmer vollendete sicher.

In der Folgezeit übernahm die SG jedoch die Initiative und versuchte, mit Kurzpasspiel den Gegner zu kontrollieren. Prinzipiell gelang dies auch, trotz holprigen Rasen zeigten die Gäste ein sicheres Passspiel und näherten sich dem gegnerischen Tor, dennoch ging der Schuss wieder nach hinten los: Nach einem Eckball stocherte der Schöneseiffener den Ball über die Torlinie.

Das Bild änderte sich in der Folgezeit nicht. Die SG DaSch kontrollierte das Spiel bis 20 Meter vor dem Tor, war jedoch ab dann nicht entschlossen genug. Der finale Pass kam nicht oder der Schuss wurde durch eines der vielen Schöneseiffener Abwehrbeine geblockt. Schöneseiffen schlug fast susschließlich lange Bälle nach vorne, die jedoch zumeist für Gefahr sorgten.

So kam es wie es kommen musste: Einwurf Schöneseiffen, Flanke, Abschluss, 3:0. Irgendwie passend zur verkorksten Saison. Mal wieder nicht schlechter als der Gegner, aber nach 30 Minuten 0:3 zurück.

Die Wiederholung sei erlaubt, aber das Bild blieb in der Schlussphase der ersten Halbzeit gleich. Die Gäste kombinierten auf der Schöneseiffener Kuhwiese so gut wie möglich , die Gastgeber warteten auf Fehler und konterten über ihre gefährlichen Spitzen. Ein fälliger Elfmeter an Halilic blieb den Gästen verwehrt, auch die eine oder andere Abseits-Entscheidung war äußerst zweifelhaft. Dennoch, vor dem Hintergrund der vielen Spielanteile erspielten sich die Gäste viel zu wenig klare Tormöglichkeiten.

In der Halbzeit kam Schmitz für den verletzten Michael Kastenholz in die Partie. Der Aufwand und Druck wurde nun weiter erhöht und in der 55. Minute endlich auch, begünstigt durch den Gegner, belohnt: Einen Fehlpass des Torhüters erlief Poth, spielte auf Halilic, der den gegnerischen Abwehrspieler aussteigen ließ und überlegt über den Torhüter lupfte.

Die folgenden 10 Minuten standen die Hausherren unter großem Druck und wirkten unorganisiert. Dennoch befreite sich Schöneseiffen nach und nach und spielte nun ebenfalls gefährlich mit. Die SG DaSch verlor mehr und mehr die Ordnung in der Defensive, in der sich die Abwehrspieler oftmals in Unterzahl oder Mann gegen Mann dem Gegner gegenüber sah. Logische Konsequenz war das 4:1.

In der Schlussviertelstunde gab es für die Zuschauer dann einen offenen Schlagabtausch zu sehen, zwar hatte die SG durch noch gute Tormöglichkeiten, doch auch in der Defensive Glück beim ein oder anderen Konter. So fiel schlußendlich nur noch ein Tor, natürlich für den SVS.

Fazit: Ein Spiel, das zur Saison passt wie die Faust aufs Auge. Spielerisch gute Ansätze, aber in den entscheidenden Situationen einfach nicht da. Ein Problem, das sich wie ein roter Faden durch die ganze Saison zieht. Schlußendlich eine vermeidbare Packung, ja sogar eine vermeidbare Niederlage. Nun muss man sich unzwifelhaft nach unten orientieren...

Aufstellung: M. Diefenbach; T. Kastenholz (ab 60. T. Schmitz), A. Recher, M. Schramm, M. Kastenholz (ab 46. J. Schmitz); T. Mertens, T. Kolf, J. Pauli (ab 75. J. Wassong); M. Recher, M. Halilic; D. Poth

   
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