Mit einem nach zwei Auftaktsiegen in der Rückrunde neu gewonnenen Selbstvertrauen trat die SG DaSch bei Erfthöhen zu einem richtungsweisenden Spiel an. Beide Teams halten sich am Ende der Tabelle auf, ein Sechs-Punkte-Spiel stand also auf der Tagesordnung.

Gegenüber der Vorwoche musste das Trainerteam Marcel Krumpen und Benjamin Wienand nur auf einer Position umstellen: Für den verhinderten Alexander Karbig rückte Michael Müller in die Mannschaft, der auf der „10“ begann. Michael Recher ging zurück ins defensive Mittelfeld.

 

Es entwickelte sich, zu großen Teilen durch den sehr schwierigen, löchrigen Untergrund, ein extrem fahriges Spiel mit hoher Fehlerquote sowohl in Bezug auf Passgenauigkeit als auch auf Ballan- und -mitnahmen. Erfthöhen warf körperlich alles in die Waagschale und entschied einen Großteil der Zweikämpfe und Kopfballduelle für sich. Die Gäste waren hingegen um spielerische Linie bemüht. Doch wie in der Praktikumsbescheinigung, so auch auf dem Fußballplatz: Jemand, der bemüht ist, weiß meist nicht zu glänzen.

Die erste Torchance des Spiels hatte dennoch die SG DaSch: André Klemp jagte einen Freistoß aus spitzem Winkel nur knapp über das Tor.

Nach einer schönen Kombination über Müller und Klemp hatte Thomas Lambertz nach 20 Minuten die Führung auf dem Fuß, doch auch er zielte zu hoch. Markus Schramm zwang den Torwart mit einem Kopfball zu einer Parade.

Ansonsten ließen die Gastgeber nicht viel zu und wirkten wach und konzentriert, wenn auch spielerisch limitiert. Dennoch hatten sie eine gute Torchance, als der Schiedsrichter nach 25 Minuten Freistoß aus zentraler Position 17 Meter vor dem Tor gab. Den gut getretenen Ball konnte Keeper Diefenbach so gerade noch an die Latte lenken.

Das Spiel verflachte weiter, die Gäste ließen sich von den Mitteln der Erfthöhener anstecken und spielten viele oft unnötige lange und planlose Bälle in die Spitze, mit denen man die groß gewachsenen und robusten Abwehspieler der Gastgeber nicht vor Probleme stellte. Erst kurz vor der Pause nahm das Spiel Fahrt auf, als die SG DaSch endlich den Gegner für mehrere Minuten durchgängig unter Druck setzen konnte. Nach einem perfekt getimten Pass war Klemp nach knapp 40 Minuten frei durch und alleine vor dem Keeper der 98er, aus 10 Metern schoss er jedoch nicht platziert genug und der Torwart konnte parieren. Kurze Zeit später war es dann soweit: Nach Flanke von Lambertz leitete Müller weiter auf Klemp, der sehenswert und mit dem Pausenpfiff zum insgesamt verdienten 1:0 traf. Dennoch, spielerisch gab es noch einiges an Luft nach oben.

Zur zweiten Hälfte trat die gleiche Mannschaft wieder auf den Platz und wirkte nun etwas zielstrebiger und entschlossener. Mit Gegenwind kam von den Gastgebern so gut wie kein Offensivdrang mehr, während die SG DaSch mehr und mehr spielerisch Fuß fassen konnte. Doch die Chancen, die sich boten, wurden jeweils vergeben. Besonders viel Pech im Abschluss hatten Lambertz und Müller, die bei ihren Versuchen das Tor nur knapp verfehlten, Müller dabei unter anderem mit einer gefälligen Direktabnahme. Stellenweise wurden gute Ausgangssituationen durch ungenaue Abspiele oder unnötige Dribblings leichtfertig verspielt.

Erfthöhen wurde meist nur nach Standards oder verunglückten Flanken, die zu Torschüssen mutierten, gefährlich. Eine solche Flanke landete nach 70 Minuten an der Latte.

Mit der Einwechslung von Routinier Jörg Wassong kam weiterer Schwung in die Partie. Mit einem seiner ersten Ballkontakte schickte Wassong nach 75 Minuten Klemp auf die Reise, der im 1 gegen 1-Duell mit dem Torwart die Nerven behielt und zur beruhigenden 2:0-Führung einschoss.

Nur kurze Zeit später fiel auch das 3:0. Nach einem Eckball von Michael Recher war – wie konnte es auch anders sein – Andre Klemp per Kopf zur Stelle.

Damit war das Spiel entschieden und die Konzentration der SG DaSch ließ nach. So fand Erfthöhen tatsächlich noch eine Lücke in der SG-Abwehr und traf zum 1:3 (85. Minute) – damit setzte es auch im dritten Spiel der Rückrunde einen Gegentreffer.

Mehr passierte nicht mehr.

Fazit: Ein letztlich souveräner, wenn auch spielerisch nur selten überzeugender Auftritt der SG DaSch. Ein Arbeitssieg, wie er im Buche steht. Mund abputzen, weitermachen. In der kommenden Woche trifft man auf den SV Sistig-Krekel. Da setzte es in den vergangenen Jahren regelmäßig Klatschen. Es ist an der Zeit, das zu ändern…

Aufstellung: M. Diefenbach; A. Recher, D. Poth, M. Halilic, T. Mertens; F. Gobelis (ab 70. J. Wassong), M. Schramm (ab 85. A. Lippertz), M. Recher, T. Lambertz (ab 82. T. Kolf); M. Müller; A. Klemp

   
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